Ärzte Zeitung online, 21.05.2010
Klinikstreik geht in die nächste Runde
NEU ISENBURG (akl). Auch in der kommenden Woche wird es in den
kommunalen Kliniken im normalen Krankenhausbetrieb Einschränkungen
geben.

Der Streik geht weiter. © dpa / bildfunk
Nach einer Woche Klinikstreik hat sich nicht viel bewegt: Die
Positionen der beiden Tarifpartner Marburger Bund (MB) und der
Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) sind unverändert.
Den entscheidenden Schritt aufeinander zu gab es nicht - dafür
aber zahlreiche Demonstrationen der Klinikärzte in Städten
wie München, Stuttgart und Kiel.
"Wir streiken weiter, bis die Arbeitgeber uns ein akzeptables
Angebot auf den Tisch legen", kündigte der MB-Vorsitzende Rudolf
Henke am Freitag an. Deshalb werde auch in der nächsten Woche
gestreikt. Das Streikgebiet soll ab Dienstag weiter ausgeweitet werden.
Neben den Kliniken im Süden und Westen kommen noch weitere im
Norden Deutschlands dazu: Wolfenbüttel, Peine, Emden und auch
Kliniken in Bremen kündigten bis Ende der Woche den Ausstand an.
Joachim Finklenburg, Verhandlungsführer der VKA, kritisierte
das Verhalten der Ärztegewerkschaft als "unerträglich".
Schließlich sei der MB es gewesen, der den Verhandlungstisch
kommentarlos vor sechs Wochen verlassen habe. Finklenburg forderte den
MB erneut auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Nur dort
können und müssen wir uns auf einen Tarifkompromiss einigen."
Die angebotenen Verbesserungen lägen auf dem Tisch.
Der VKA will am Donnerstag, den 27. Mai, über das weitere Vorgehen beraten, falls es keine Bewegung im Tarifkonflikt gibt.
Stellungnahme des VKA zur ihrem Angebot
Ständig aktualisierter Streikatlas der "Ärzte Zeitung"

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