Ärzte Zeitung, 06.06.2010

Mecklenburg-Vorpommern: Ministerin fordert Einsparungen im Rettungsdienst

SCHWERIN (di). Wer im Nordosten den Rettungsdienst ruft, gehört oft in die Obhut des Kassenärztlichen Notdienstes - diese Beobachtung lässt Gesundheitsministerin Manuela Schwesig eine engere Verzahnung beider Systeme fordern.

"Der mit der Präsenz in der Fläche verbundene Aufwand ist in unserem dünn besiedelten Flächenland im Vergleich zu anderen Ländern groß, aber auch gerechtfertigt. Auch bei uns haben die Menschen einen Anspruch auf eine dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechende notfallmedizinische Versorgung", sagte Schwesig auf einem Rettungsdienstkongress des DRK.

Sie mahnte aber, Einsparpotenziale zu erschließen. Nach ihren Angaben haben die gesetzlichen Kassen 2009 rund 95 Millionen Euro für den Rettungsdienst ausgegeben. Es zeige sich, dass der Rettungsdienst häufig von Menschen angefordert werde, die eigentlich vom Notdienst der KV betreut werden könnten. Dies mache eine Verzahnung beider Systeme nötig. Die SPD-Ministerin forderte auch eine einheitliche Telefonnummer für Notfälle. Es müsse geprüft werden, ob nicht vermehrt kassenärztliche Notdienste auch über die Leitstelle des Rettungsdienstes vermittelt werden sollten. Der Bürger hätte dann einen Ansprechpartner, der entscheiden könnte, ob Rettungsdienst oder kassenärztlicher Notdienst tätig werden muss.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (72990)
Organisationen
DRK (613)
Personen
Manuela Schwesig (138)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »