Ärzte Zeitung online, 15.06.2010

Zeitung: Schavan will Medizin an der Uni Lübeck retten

LÜBECK/BERLIN (dpa). Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) will die medizinische Fakultät der Universität Lübeck vor dem Aus bewahren. Nach Informationen des "Flensburger Tageblatts" traf sie sich am Montag mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) zu einem einstündigen Gespräch in Berlin, um über Möglichkeiten zu reden, die Schließung des Studiengangs abzuwenden.

Vor Vertrauten habe Schavan bereits deutlich gemacht, das sie "nicht mitansehen will, wie der Studiengang abgewickelt wird". Die Bundesregierung habe vor allem deshalb ein Interesse daran, die Arztausbildung an der Uni Lübeck zu erhalten, weil sie die Zahl der Medizinstudienplätze in Deutschland ausbauen will.

Allerdings sei eine finanzielle Hilfe des Bundes kompliziert, da Schavan der Lübecker Hochschule wegen der Bildungshoheit der Länder nicht ohne Weiteres mit Geld aus dem Bundeshaushalt unter die Arme greifen kann. Die Landesregierung will den Medizinstudiengang in Lübeck schließen und dadurch jährlich 24 Millionen Euro einsparen.

Lesen Sie dazu auch:
Das Aus fürs Medizinstudium in Lübeck? Im Norden drohen harte Einschnitte
Rotstiftpläne in Lübeck verärgern Fakultätentag
Unikliniken: Bund und Länder sind in der Pflicht

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »