Ärzte Zeitung online, 02.08.2010

Alleinerziehende sind oft knapp bei Kasse

BERLIN (sun). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind alleinerziehende Menschen in Deutschland überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen. Dies zeigen die jüngsten Ergebnisse des Mikrozensus 2009, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

Demnach verfügen insbesondere alleinerziehende Mütter mit Kindern unter drei Jahren häufig über ein niedriges Familieneinkommen. 31 Prozent der alleinerziehenden Mütter hatten ein monatliches Nettoeinkommen von weniger als 1100 Euro. "Diese angespannte finanzielle Situation der Alleinerziehenden führt häufig dazu, dass sie sich oft Dinge nicht leisten können, die für andere selbstverständlich sind", betonte der Präsident des Statistischen Bundesamtes Roderich Egeler bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin.

Im Jahr 2008 hat den Zahlen zufolge knapp jeder fünfte Alleinerziehende nicht über die finanziellen Kapazitäten verfügt, um die Wohnung angemessen zu heizen. Fast drei Viertel der Alleinerziehenden habe sich finanziell nicht in der Lage gesehen, unerwartet anfallende Ausgaben wie beispielsweise Reparaturen zu bestreiten, so Egeler.

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