Ärzte Zeitung online, 30.07.2010

Loveparade-Opfer erhalten Hilfsfonds

KÖLN (akr/eb). Der Geschäftsführer des Loveparade-Veranstalters Lopavent, Rainer Schaller, und der Versicherer Axa haben einen Soforthilfefonds eingerichtet. Er soll Opfer und Angehörige der Massenpanik am Samstag in Duisburg helfen. Der Fonds enthält eine Million Euro, die zum größten Teil Axa stellt.

Loveparade-Opfer erhalten Hilfsfonds

Der Versicherer geht in die Offensive: Gemeinsam mit dem Veranstalter legt Axa einen Soforthilfefonds für die Opfer von Duisburg auf.

© dpa

Auch Schaller beteiligt sich mit Mitteln aus seinem Privatvermögen. "Das Geld soll verwendet werden, um Betroffenen, die durch die tragischen Ereignisse am vergangenen Samstag in finanzielle Not geraten sind, sofort helfen zu können", teilte die Axa mit. Der Konzern hatte die Veranstaltung versichert.

Die Soforthilfe sei nicht als Schuldanerkenntnis zu verstehen, betonte der Versicherer. Er behält sich vor, nach Klärung der Haftungsfragen für geleistete Zahlungen später andere Verantwortliche in Regress zu nehmen. Das bedeute aber nicht, dass die Betroffenen das Geld dann zurückzahlen müssten.

In Not geratene Geschädigte sollten möglichst schnell ihren Schaden "unter Angabe entstehender oder bereits entstandener Kosten und mit einer Begründung" schriftlich bei der Axa melden, hieß es weiter.

Hausärzte, in deren Praxis traumatisierte Teilnehmer der Loveparade kommen, können die Patienten an eine der Trauma-Ambulanzen in Nordrhein-Westfalen verweisen. Das Landesgesundheitsministerium hat eine Liste mit den Anschriften und Telefonnummern der Ambulanzen auf seiner Homepage veröffentlicht.

Weitere Informationen beim Gesundheitsministerium NRW: www.mgepa.nrw.de

Liste der Trauma-Ambulanzen in Nordrhein-Westfalen (PDF-Datei)

Axa-Adresse für Schadenmeldungen:
Axa Versicherungen AG
Hauptverwaltung
Bereich Haftpflicht-Schaden
Stichwort "Soforthilfe Loveparade"
51171 Köln

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