Ärzte Zeitung online, 09.08.2010

Duisburger OB offenbar vor der Loveparade umfassend über Missstände informiert

DÜSSELDORF (dpa/chb). Der nach der Loveparade-Katastrophe eingesetzte Ombudsmann Wolfgang Riotte hat am Wochenende seine Arbeit aufgenommen.

Er habe bereits ersten telefonischen Kontakt zu Angehörigen und Verletzten gehabt, sagte Riotte am Montag im Deutschlandfunk. Der ehemalige Staatssekretär im Innenministerium soll im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Opfer beim Kontakt mit Behörden und Versicherungen unterstützen. "Immer, wenn jemand nicht weiß, was er tun soll, dann bemühe ich mich, herauszufinden, was das Geeignete sein kann", beschrieb Riotte seine Aufgabe.

Unterdessen mehren sich die Hinweise, dass der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) sehr wohl vor Beginn der Loveparade über massive Sicherheitsmängel informiert gewesen sein soll. Das berichten übereinstimmend die "Süddeutsche Zeitung" und "Der Spiegel" und zitieren aus entsprechenden Schreiben städtischer Behörden. Diese waren in den Wochen und Tagen vor der Loveparade an den Veranstalter Lopavent und jeweils in Kopie an den Oberbürgermeister gegangen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »