Ärzte Zeitung online, 16.08.2010

Unfälle durch Raser nehmen zu

WIESBADEN (dpa). Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit in Deutschland wieder gestiegen.

Im vergangenen Jahr wurden 56.874 tempobedingte Unfälle registriert. Das waren 2,1 Prozent mehr als noch 2008, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag. Die Behörde bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Zum ersten Mal seit 2002 gab es somit wieder einen Anstieg der Zahl.

Insgesamt ist der Untersuchung zufolge zu schnelles Fahren zur zweithäufigsten Unfallursache aufgestiegen - 15,1 Prozent aller Unfälle werden dadurch verursacht. Tempobedingte Unfälle waren 2009 außerdem für fast 40 Prozent aller Verkehrstoten und fast 27 Prozent aller Schwerverletzten verantwortlich. Insgesamt erreichte die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland mit 4152 Menschen im vergangenen Jahr aber einen Tiefstand. Dies hatte das Bundesamt bereits vor vier Wochen mitgeteilt.

Ein weiteres Ergebnis der jetzt veröffentlichten Untersuchung: Bei jungen Autofahrern im Alter von 18 bis 24 Jahren war zu hohe Geschwindigkeit in 42 Prozent der Fälle eine der Unfallursachen, bei Motorradfahrern in 34 Prozent aller Fälle.

Zahlen des Statistischen Bundesamt (kostenlos als Download verfügbar)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »