Ärzte Zeitung, 31.08.2010

Gute Erfahrungen mit Zusatzbetreuung für Demenzpatienten

RATZEBURG (di). Pflegeheime im Norden gehen gezielt auf die Bedürfnisse von Demenzkranken ein. Das Haus Park Röpersberg in Ratzeburg hat mit fünf zusätzlichen Halbtagskräften für die Betreuung der dementen Bewohner gute Erfahrungen gesammelt.

"Wir haben gemerkt, dass die stetig steigende Zahl dementiell erkrankter Bewohner einen viel höheren Betreuungsbedarf notwendig macht, als es im üblichen Stellenschlüssel einer Pflegeeinrichtung vorgesehen ist", begründet Geschäftsführer Michael Stark den hohen Kostenaufwand für die vor einem Jahr zusätzlich eingestellten Betreuer. Die Erfahrungen seitdem sind positiv.

Nach Angaben Starks gewährleisten die Betreuer eine über die reine Krankenpflege hinausgehende Zuwendung. Außer Ergotherapie zählt es auch zu den Aufgaben der Betreuer, den biografischen Hintergrund der Bewohner zu erfassen und sie im Hinblick auf ihre krankheitsbedingten veränderten Wahrnehmungen und Verhaltensweisen zu verstehen. "Es ist wichtig, an Demenz erkrankte Bewohner ganzheitlich zu betrachten und nicht nur reduziert auf den augenblicklichen Zustand", sagt Pflegedienstleiterin Rebeca Schmidt. Die zusätzlichen Kräfte ermöglichen es auch, die Bewohner ihre langjährigen Hobbys ausüben zu lassen.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (73013)
Krankheiten
Demenz (2968)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »