Ärzte Zeitung online, 22.09.2010

Regierung will Uran-Grenzwert für Trinkwasser

BERLIN (dpa). Erstmals soll es in Deutschland einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser geben.

Im Rahmen der neuen Trinkwasserverordnung soll ein Grenzwert von zehn Mikrogramm Uran pro Liter festgelegt werden. Das geht aus einem Entwurf des Gesundheitsministeriums hervor.

Nach Recherchen der Verbraucherorganisation Foodwatch ist Trinkwasser in dreizehn Bundesländern teils "bedenklich hoch" mit Uran belastet. Der Verband kritisierte den geplanten Grenzwert am Mittwoch als zu niedrig. Er bezieht sich auf eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA, nach der es auch bei unter vier Mikrogramm Uran pro Liter bei Kleinkindern und Säuglingen große Risiken für die Schädigung von Organen gebe.

Das hochgiftige Schwermetall Uran kann unter anderem die Nieren schädigen und kommt in manchen Regionen im Trinkwasser in hohen Konzentrationen vor.

[23.09.2010, 07:12:44]
Wilfried Soddemann 
Nicht allein Uran, auch Fäkalien im Trinkwasser:
Das Bayerische Landesamt warnt: Legionellen immer im Trinkwasser, Fäkalkeime in bis zu 33% der Proben. Anderswo in Deutschland wird das nicht anders sein. Das UBA berichtet über häufigere Nachweise von coliformen Bakterien. Prof. Exner, Chef der Trinkwasserkommission vom Bundesgesundheitsministerium, hat oft Enterobacter cloacae im Trinkwasser aus Talsperren nachgewiesen. Das Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in Trinkwasser in 20% der Proben Rotaviren gefunden. Der 1. Zwischenbericht Reine Ruhr in NRW betont die Belastung des Trinkwassers durch Viren. Das Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern steht unter Strafe! Wasserwerke mit der üblichen Technik können Krankheitserreger nicht gut genug filtern oder abtöten. Trinkwasser enthält oft Bakterien, Parasiten und Viren. Deshalb muss Trinkwasser mit der Ultrafiltration für einen halben Euro je Person und Monat aufbereitet werden.
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12909
soddemann-aachen@t-online.de
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