Ärzte Zeitung online, 21.10.2010

Aigner will EU-Regeln für Lebensmittel-Imitate

HAMBURG (dpa). Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will ihre europäischen Kollegen zu einer einheitlichen Kennzeichnung von Käse- und Schinken-Imitaten bewegen.

"Wenn Produkte wie Formfleisch oder Analogkäse vermarktet werden, müssen sie ehrlich und ohne Beschönigungen gekennzeichnet werden", sagte Aigner dem "Hamburger Abendblatt". "Wir brauchen hier eine verbraucherfreundliche Regelung", forderte sie eine schnelle Einigung.

Auch das Europäische Parlament habe sich mehrheitlich für eine Kennzeichnung ausgesprochen, betonte die Ministerin. Verbraucher hätten ein Recht auf Klarheit und Wahrheit.

"Dazu zählt auch der Grundsatz: Es muss drin sein, was draufsteht", sagte Aigner weiter. Kunden dürften nicht getäuscht werden, weder durch Mogelpackungen noch durch Imitate. Die lückenhafte Kennzeichnung von Imitaten sei ein Ärgernis, sagte Aigner.

Lesen Sie dazu auch:
FDP lehnt Internet-Pranger für Etikettenschwindel ab
Klebeschinken und Analogkäse: Aigner will Internet-Pranger

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »