Ärzte Zeitung online, 28.10.2010

Acht Prozent aller Hähnchen mit Salmonellen belastet

BERLIN (dpa). Fast acht Prozent der Hähnchen im Handel sind mit Salmonellen belastet, haben jüngst Kontrollen der Länder ergeben.

In frischem Hähnchenfleisch seien im vergangenen Jahr deutlich mehr Salmonellen nachgewiesen worden als bei Putenfleisch und Hackfleisch vom Schwein, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit am Donnerstag in Berlin mit.

Die Prüfer fanden die Bakterien in 7,6 Prozent der Proben von frischem Hähnchenfleisch, während es bei frischem Putenfleisch 5,8 Prozent und bei Hackfleisch 5 Prozent waren. In frischem Schweinefleisch entdeckten die Kontrolleure nur in 1,4 Prozent der Proben Salmonellen.

Noch stärker belastet war frisches Hähnchenfleisch mit dem Durchfallerreger Campylobacter - nämlich 47 Prozent der Proben und damit fast die Hälfte. Bei Hähnchenfleisch-Zubereitungen fanden die Prüfer solche Erreger in rund 23 Prozent der Proben, bei frischem Putenfleisch in knapp 20 Prozent.

Bei der erstmaligen Untersuchung dieser Art testeten die Kontrolleure rund 5500 Proben von frischem Fleisch und von Fleischzubereitungen in Erzeugerbetrieben, Schlachthöfen und im Einzelhandel. Über Lebensmittel können Krankheiten und Infektionen von Tieren auf Menschen übertragen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »