Ärzte Zeitung, 25.01.2011

Die Versorgung der Truppe im Inland bleibt angespannt

BERLIN (bee). Der Wehrbeauftragte des Bundestages zeichnet weiter kein positives Bild von der Personalsituation im Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Die Versorgung der Truppe im Inland bleibt angespannt

Wehrbeauftragter Königshaus bei der Vorstellung des Jahresberichts: Bishere Anreize für mehr Ärzte in der Truppe nicht ausreichend.

© dpa

In seinem Jahresbericht 2010 schreibt Hellmut Königshaus (FDP), dass es sowohl im Auslandseinsatz als auch im Inland weiter an Personal fehlt.

Auch hätten die bisherigen Bemühungen, Ärzte in der Bundeswehr mit finanziellen Anreizen und klareren Karrierewegen zu halten, zu keiner Entspannung geführt.

"Das ist angesichts der dringenden Probleme nicht ausreichend", schreibt Königshaus.

Laut dem am Dienstag in Berlin vorgestellten 77-seitigen Bericht beschweren sich viele Soldaten über die "nicht mehr flächendeckende Erreichbarkeit und jederzeitige Ansprechbarkeit eines Truppenarztes sowie die fehlende Behandlungskontinuität."

Die unentgeltliche Versorgung in der Truppe im Inland sei "nur noch durch den Rückgriff auf die Strukturen des zivilen Gesundheitswesens sichergestellt", so Königshaus weiter.

Der FDP-Politiker fordert, dass die Attraktivität des Sanitätsdienstes weiter gesteigert werden muss. "Andernfalls wird der Sanitätsdienst den Kampf um qualifiziertes Personal verlieren."

[25.01.2011, 16:44:53]
Hans Martin Wollenberg 
Die andere Konsequenz
Ein verständlicher Entschluß nicht bei der Bundeswehr ärztlich tätig zu sein. Geld ist nicht alles - gerade für junge Familienväter.
In aller Konsequenz heißt dies: Sanitätdienst nicht künstlich aufblähen, teure Doppelstrukturen als Feigenblatt aufbauen. Soldaten wie Polizisten durch den zivielen Bereich behandeln lassen. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »