Ärzte Zeitung online, 11.02.2011

Bremen führt Obduktionspflicht für Kinder ein

BREMEN (dpa). Die Obduktionspflicht für Kinder in Bremen tritt am Dienstag in Kraft. Dann müssen alle Kinder unter sechs Jahren, bei denen die Todesursache nicht zweifelsfrei erkennbar ist, von einem Rechtsmediziner untersucht werden.

Die rot-grüne Landesregierung will dadurch die Aufklärungsquote bei Kindstötungen erhöhen und für Abschreckung sorgen. Kritiker bezweifeln aber die Wirksamkeit.

"Ich glaube nicht, dass dadurch ein Kind weniger stirbt", sagte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers. Anstoß für die Gesetzesänderung war der gewaltsame Tod des kleinen Kevin, dessen Leiche Polizisten im Jahr 2006 in einem Kühlschrank fanden.

Lesen Sie dazu auch:
Bremen plant Obduktionspflicht bei Kindern

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »