Ärzte Zeitung online, 15.02.2011

EU will Kinderrechte vor Gericht stärken

BERLIN (dpa). Die EU-Kommission in Brüssel will offenbar die Rechte von Kindern vor Gericht künftig besser schützen. Laut einem Medienbericht plant sie dafür Vorgaben für entsprechende Gesetzesänderungen in den Mitgliedstaaten.

"Die Justiz muss kinderfreundlicher werden als bisher. Ich werde noch in diesem Jahr gesetzliche Vorschläge auf den Weg bringen, um die Rechte von Kindern zu stärken, wenn sie Opfer von Straftaten werden", sagte EU-Justizkommissarin Viviane Reding der Tageszeitung "Die Welt".

Konkret forderte Reding, die auch Vizepräsidentin der EU-Kommission ist, dass sexuell missbrauchte Kinder in der EU künftig per Videokonferenz befragt werden sollen, anstatt in einem Raum mit dem Täter bei der Hauptverhandlung vernommen zu werden.

"Der Einsatz von Videokonferenzen oder von Ton- und Bildaufnahmen ist oft eine bessere Alternative, die die Rechte der Kinder wahrt", sagte sie.

Wenn ein Kind Opfer einer Straftat sei, hätten Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter eine ganz besondere Verantwortung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »