Ärzte Zeitung, 16.02.2011

Zahl der Drogentoten in Hamburg so niedrig wie 1989

HAMBURG (di). Im vergangenen Jahr sind in Hamburg 53 Menschen am Konsum illegaler Drogen gestorben. Dies ist das niedrigste Niveau seit 1987. Gesundheitssenator Dr. Dietrich Wersich führt den Rückgang auf die Präventionsarbeit in der Hansestadt zurück.

Hauptursachen für den Drogentod sind die Überdosis von Betäubungsmitteln, insbesondere von Heroin oder Substitutionsmitteln in Verbindung mit sonstigen Drogen. Von den 53 Drogentoten in 2010 waren 41 männlich und zwölf weiblich.

Zum Rückgang beigetragen haben dürfte das differenzierte ambulante Hilfesystem in der Hansestadt, das aus über 24 Beratungsstellen Freier Träger für Menschen mit Suchtproblemen besteht. Die Angebote umfassen Suchtberatung, Therapievermittlung, soziale Stabilisierung und Integration sowie ambulante Therapie.

Dazu gehören auch Kontakt- und Beratungsstellen für Drogenabhängige mit Konsumräumen und die Beratung in Haftanstalten. Heroinabhängige, die substituiert werden, können in sieben spezialisierten Einrichtungen sowie in einigen Suchtberatungsstellen psychosoziale Betreuung erhalten.

Darüber hinaus wurden zusätzliche regionale Angebote für suchtgefährdete Jugendliche eingerichtet. Neben Prävention und Therapie haben nach Ansicht der Verantwortlichen auch die Bekämpfung und Ahndung der Drogenkriminalität durch Polizei und Justiz sowie die Zerschlagung der offenen Drogenszene zum Erfolg beigetragen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »