Ärzte Zeitung online, 02.04.2011

Neuer Vizepräsident am Robert Koch-Institut

BERLIN (nös). Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen neuen Vizepräsidenten. Die seit Monaten freie Stelle besetze ab dem 1. April der Mikrobiologe Privatdozent Lars Schaade, teilte das Institut mit (Epid Bull 2011; 13:101).

Die Stelle war vakant geworden, als der bisherige RKI-Vize, Professor Reinhard Burger, im August 2010 zum neuen Institutschef ernannt wurde.

Der Mikrobiologe stand zuvor seit 2001 an der Seite des Präsidenten, zuletzt Professor Jörg Hacker. Hacker gab sein Amt im Februar des letzten Jahres auf, da er als Präsident an die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle wechselte.

Mit Schaade rückt nach der Pensionierung des langjährigen RKI-Chefs Professor Reinhard Kurth im Jahre 2008 wieder ein Mediziner in die Institutsleitung nach.

Lars Schaade ist Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. Habilitiert hat er sich für das Fach Medizinische Mikrobiologie und Virologie, teilte das RKI mit.

Schaade war zuvor Mitarbeiter im Bundesgesundheitsministerium. Von 2002 bis 2010 hat er sich dort mit Themen des Infektionsschutzes auseinandergesetzt. Seit 2007 war er Referatsleiter.

Im Februar 2010 wechselt er an das RKI und übernahm die Leitung des Zentrums für Biologische Sicherheit.

[04.04.2011, 22:17:35]
Dr. Horst Grünwoldt 
RKI
Wie soll das namhafte Robert-Koch-Institut ein "Institute of Public Health" werden, wenn es dominiert wird von medizinischen Mikrobiologen? Schließlich steht den Infektions-Krankheiten nicht das größte Interesse in unserem öffentlichen Gesundheitsbereich zu, sondern vielmehr dem Kanon der sog. Zivilisations- Krankheiten, die nicht durch Mikroben und Viren, sondern überwiegend durch schlechte Lebensführung, Fehlernährung und Bewegungsmangel verursacht sind... Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Hygiene und MIkrobiologie) aus Rostock zum Beitrag »

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