Ärzte Zeitung, 07.04.2011

Bundestag soll Nationalen Krebsplan heilen

BERLIN (af). Die Umsetzung des Nationalen Krebsplans stockt. Jetzt wird der Ruf nach dem Gesetzgeber laut. Er soll per ordre de mufti die an der Selbstverwaltung Beteiligten auf Linie bringen.

Der Grund für die Verweigerungshaltung: Niemand will zu den Verlierern gehören. Dies war die Meinung von Vertretern aus der Selbstverwaltung des Gesundheitswesens, die am Mittwoch auf Einladung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) in Berlin diskutierten.

Flächendeckende Krebsregister, wie sie laut Plan eingeführt werden sollen, deckten auf, wo die onkologische Versorgung schwach ist. Daran hätten nicht alle ein Interesse, hieß es. Solche Register gibt es bislang nur in Bayern, den neuen Ländern und Hamburg.

Die Daten, die der Nationale Krebsplan benötigt, liegen oft bereits vor, zum Beispiel in den klinischen Krebsregistern. "Wir versenken alle Informationen in den Patientenakten", sagte Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der DKG. Er forderte mehr Kreativität im Umgang mit diesen Daten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »