Ärzte Zeitung online, 06.05.2011

NRW stockt Studienkapazität um zehn Prozent auf

KÖLN (iss). Die medizinischen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen werden bis 2015 insgesamt 935 zusätzliche Medizinstudienplätze zur Verfügung stellen.

Da ist eine vorübergehende Steigerung der Kapazitäten um zehn Prozent. Einen entsprechenden Beschluss des Landeskabinetts haben jetzt die sechs staatlich finanzierten Universitäten und das Landeswissenschaftsministerium mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung umgesetzt.

"Damit haben auch diejenigen gute Chancen auf einen Medizinstudienplatz, die zu einer Zeit ihr Studium aufnehmen wollen, in der die Nachfrage bedingt durch den doppelten Abiturjahrgang 2013 oder das Aussetzen von Wehr- und Zivildienst besonders hoch sein wird", sagt Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD).

Mit der Vereinbarung werde sichergestellt, dass die zeitlich begrenzte Erhöhung der Kapazitäten nicht auf Kosten der Ausbildungsqualität geht. Das Land NRW stellt den medizinischen Fakultäten in Aachen, Bochum, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster aus dem Hochschulpakt von Bund und Ländern in den kommenden Jahren insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Geld dient zur Finanzierung von zusätzlichem Personal für die Lehre und die Betreuung der Studierenden, zur Ausstattung von Laboren und Bibliotheken und der Investition in die Infrastruktur.

"Die größte und entscheidende Herausforderung für die Universitäten heute ist, die Mediziner auszubilden, die uns in zehn bis 15 Jahren versorgen werden", sagt der Prodekan der Medizinischen Fakultät in Bochum Professor Richard Viebahn.

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