Ärzte Zeitung online, 01.07.2011

3000 neue Freiwillige zum Start des Bundesfreiwilligendienstes

BERLIN (dpa). Mehr als 17.300 Menschen beginnen an heutigen Freitag (1. Juli) mit dem neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Gut 3000 neue Verträge wurden unterzeichnet, davon die Hälfte allein in der vergangenen Woche, teilte das Bundesfamilienministerium am Donnerstag mit.

14.300 Zivildienstleistende verlängern freiwillig ihren Dienst. Zum Vergleich: Ende Juni arbeiteten rund 19.700 Zivis in Deutschland.

"Reibungsloser Übergang"

Das sei ein "reibungsloser Übergang", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Familienministerium, Hermann Kues laut Mitteilung.

"Der Zivildienst war ein Pflichtdienst, den junge Männer absolvieren mussten. Jetzt müssen echte Freiwillige gewonnen werden."

Die Zahlen zeigten, dass das gelinge. Der BFD löst den Zivildienst ab, der zusammen mit der Wehrpflicht zum 30. Juni 2011 ausgesetzt wird.

Lesen Sie dazu auch:
Der Zivi geht - gesucht sind neue Freiwillige
Rabos Motivation: Als "Bufdi" Berufspraxis sammeln
Bundesfreiwilligendienst, Zivildienst und FSJ im Vergleich

[04.07.2011, 08:51:04]
Marco Schade 
Reibungslos sieht anders aus
Den Start mit derartigen Zahlen schön reden ist alles andere als glaubwürdig. Ehemals gab es ca. 90.000 Zivis. Die Zivis die jetzt freiwillig verlängert haben fallen nächstes Jahr auch noch weg. Dieses Jahr gibt es noch den großen Vorteil, dass viele junge Menschen aufgrund des doppelten Jahrgangs keinen Studiums- oder Ausbildungsplatz finden und daher eher einen Freiwilligendienst in Erwägung ziehen. Ab nächsten Jahr wird mit weiter sinkenden Interessentenzahlen zu rechnen sein. Dennoch haben bereits dieses Jahr viele Organisationen Probleme ausreichend Bewerber für den Freiwilligendienst zu finden. Allen voran das DRK und die Diakonie. http://www.nordkurier.de/index.php?objekt=nk.nachrichten.m-v&id=840704 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »