Ärzte Zeitung online, 08.08.2011

Mehr Kranke im Juli

BERLIN (fst). Der Krankenstand von gesetzlich versicherten Arbeitnehmern ist im Juli im Vergleich zum Vormonat leicht auf 3,88 Prozent gestiegen. Das geht aus neuen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) hervor.

Mehr Kranke im Juli

Im Juli wurden mehr Krankschreibung ausgestellt als im Juni.

© panthermedia

Der im Jahresverlauf niedrigste Krankenstand war mit 2,87 Prozent bisher im Januar zu verzeichnen gewesen, der höchste mit jeweils 4,71 Prozent im Februar und im April dieses Jahres.

Die statistisch erfassten Krankmeldungen fielen im Juli bei Frauen mit 3,98 Prozent leicht höher aus als bei Männern (3,78 Prozent).

Kontinuierlicher Aufwärtstrend beim Krankenstand zu verzeichnen

Betrachtet man den Juli im Verlauf der letzten Jahre, so verzeichnen die BMG-Daten seit dem Tiefststand im Jahr 2007 (2,71 Prozent) einen kontinuierlichen Aufwärtstrend beim Krankenstand. Dieser betrug nach 3,44 (2008) und 3,59 (2009) Prozent im Vorjahr zuletzt 3,84 Prozent.

Vergleicht man den Krankenstand nach Kassenarten, so weist - traditionell - die Knappschaft den höchsten Wert aus, im Juli waren es 5,57 Prozent. Über dem Durchschnitt von bundesweit 3,88 Prozent liegt auch der Krankstand der Arbeitnehmer in der AOK (4,34 Prozent) und bei den Innungskrankenkassen (4,09 Prozent).

Leicht unterdurchschnittlich sind die Werte bei Betriebs- (3,58) und Ersatzkassen (3,56 Prozent). Den niedrigsten Krankenstand weisen Versicherte bei der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (2,21 Prozent) auf.

Berufskrankheit und Arbeitsunfall nicht in der Statistik

Die Informationsquelle für eine Arbeitsunfähigkeit der versicherten Mitglieder bildet die AU-Bescheinigung des behandelnden Arztes. Nicht in die Statistik gehen Fälle ein, bei denen die Kassen nicht die Kostenträger sind, beispielsweise bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit.

Auch die Erkrankung von mitversicherten Familienangehörigen geht - definitionsgemäß - nicht in die Krankenstands-Statistik ein. Der Krankenstand ist eine Stichtagserhebung, die zum jeden ersten eines Monats erfolgt.

Die Daten des BMG geben keine Auskunft über die Gründe für die Krankschreibung.

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