Ärzte Zeitung, 26.09.2011

Kommentar

Vorsorge braucht Zeit und Geld

Von Ingeborg Bördlein

An Informationen zu gesundheitsgerechtem Verhalten und Krankheitsvorsorge mangelt es hierzulande nicht. Doch die Botschaft kommt nur unzureichend an.

Das zeigt die geringe Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen wie dem Gesundheits-Check-up ab 35 oder der Krebsvorsorge.

In der Metropolregion Rhein-Neckar will man den Bürgern nun einen Vorsorgefahrplan als Leitfaden für ihre persönliche Vorsorge anbieten - zunächst über das Internet.

Der Initiative ist Erfolg bei ihrem ehrgeizigen Vorhaben zu wünschen. Die Frage ist freilich, ob die Bürger mit einem weiteren Internetportal erreicht werden können.

Ein Gespräch mit dem Arzt des Vertrauens, der über den Nutzen von Prävention und Früherkennungsmaßnahmen aufklärt und dabei die persönliche Risikokonstellation seiner Patienten im Blick hat, könnte hier sicher mehr bewirken.

Doch dazu braucht es Zeit und die wird den Ärzten für eine Vorsorgeberatung nicht entsprechend honoriert.

Die Präventivmedizin ist derzeit ein gerne gebrauchter Begriff, an den Universitäten entstehen erste Forschungsabteilungen, aber an der medizinischen Basis ist sie noch nicht angekommen.

Lesen Sie dazu auch:
Fahrplan zur Vorsorge in Rhein-Neckar

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Wie viel Fett und Eisen lastet auf Deutschlands Lebern?

Fettlebern sind hierzulande mittlerweile ein Massenphänomen, und auch die Eisenüberladung der Leber wird häufig festgestellt. Eine Studie der Uni Greifswald liefert jetzt Daten. mehr »

Pfleger lernen als "Robo Cop", wie sich Altern anfühlt

In einem Modellprojekt sollen junge Menschen mit Förderbedarf für die Altenpflege gewonnen werden: Sie erleben im Simulationsanzug das Altern am eigenen Leib und üben die Pflege an lebensgroßen Puppen. mehr »

Ausgaben-Weltmeister bei Zytostatika

Die Ausgaben für onkologische Arzneimittel in der ambulanten Versorgung sind seit dem Jahr 2011 massiv gestiegen und übertreffen deutlich die Kostensteigerungen aller anderen Arzneimittel ohne Rezepturen. Das geht aus dem Barmer-Arzneimittelreport 2017 hervor. mehr »