Ärzte Zeitung, 05.10.2011

Kliniken sehen die Belastungsgrenze erreicht

Krankenhauschefs im Norden und Nordwesten schlagen Alarm.

LÜBECK (di). Fast 100 Geschäftsführer, Ärztliche Direktoren und Pflegedirektoren aus den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sehen ihre Kliniken über der Belastungsgrenze.

Auf den schleswig-holsteinischen Gesundheitstagen in Lübeck forderten sie einen finanziellen Ausgleich für Tarifsteigerungen und eine Einnahmensteigerung über die festgelegten 1,48 Prozent hinaus.

Nach Berechnungen des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschenlands (VKD) kann ein Krankenhaus mit einem Budget von 50 Millionen Euro wegen der vom Bundesgesetzgeber auf 1,48 Prozent gekürzten Steigerung im kommenden Jahr ein Plus von 740 000 Euro erwarten.

Kostensteigerung um drei Prozent

Auf der Kostenseite ist aber mit einer Steigerung um drei Prozent, dies entspräche 1,5 Millionen Euro, zu rechnen.

Die Differenz in Höhe von 760.000 Euro entspreche dem Jahresgehalt von 17 Vollzeitkräften im Krankenhaus, erläuterte der VKD.

Krisenfeste Gesundheitsbranche

"Wer meint, Einsparungen in dieser Größenordnung nach all den Sparmaßnahmen der letzten Jahre realisieren zu können, mag sich einmal die tägliche Praxis auf einer Station ansehen", empfahl der VKD-Nord Landesvorsitzende Hans-Martin Kuhlmann.

Zugleich verwies der Verband auf der Tagung aber auch auf die Vorteile der krisenfesten Gesundheitsbranche.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »