Ärzte Zeitung online, 05.10.2011

Verdorbene Melonen fordern schon 18 Menschenleben

WASHINGTON (dpa). Die Verbreitung verdorbener Melonen in den USA hat mittlerweile 18 Menschen das Leben gekostet.

Rund 100 weitere Menschen seien an einer Infektion mit den Listerien-Bakterien erkrankt, teilte das US-Seucheninstitut (CDC) in Washington mit. Vor einer Woche lag die Zahl der Todesopfer noch bei 13.

Nach einem Bericht der Zeitung "USA Today" vom Mittwoch handelt es sich um den schwersten Fall von Lebensmittelvergiftung seit einem Jahrzehnt.

Die Früchte stammten aus einem Anbaugebiet in Colorado. Sie wurden in etwa 25 US-Staaten verkauft.

Die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit könne manchmal länger als zwei Monate dauern, hieß es bei der US-Lebensmittelbehörde FDA.

Die anaeroben Bakterien sind für durchschnittlich 30 Prozent der Infizierten tödlich. Vor allem ältere Menschen und schwangere Frauen sind gefährdet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »