Ärzte Zeitung, 11.10.2011

Soziale Mobilität nimmt ab

BERLIN (dpa). In Deutschland gelingt es immer weniger armen Menschen, wieder aus ihrer sozialen Notlage herauszukommen. Zugleich ist das Risiko gestiegen, arm zu werden.

Dies belegt der neue "Datenreport 2011 - Sozialbericht für Deutschland", der vom Statistischen Bundesamt und namhaften Sozialforschern herausgegeben wird.

"Der Satz: ,Einmal arm, immer arm‘ gilt. Die soziale Mobilität in Deutschland nimmt ab", sagte die Soziologin Jutta Allmendinger am Dienstag in Berlin.

15,5 Prozent der Bevölkerung galten 2009/2008 als "armutsgefährdet". Im Jahr zuvor waren es noch 15,2 Prozent. Die Grenze liegt bei 929 Euro monatlich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »