Ärzte Zeitung online, 11.10.2011

21.000 Telefon- und Internetanschlüsse wurden 2010 überwacht

BONN (dpa). In Deutschland sind im vergangenen Jahr auf Antrag der Behörden rund 21.000 Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden. Das waren rund 400 mehr als ein Jahr zuvor.

Das geht aus einer Statistik des Bundesamtes für Justiz hervor. Insgesamt wurden 5439 Überwachungsverfahren angeordnet - eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 138. In vielen Fällen nutzen Verdächtige mehrere Telefon- oder Internetanschlüsse.

Das Bundesland mit den meisten Überwachungsverfahren war erneut Bayern mit 1341. Auf den beiden nächsten Plätzen folgen Baden-Württemberg (639) und Niedersachsen (559).

Die meisten Anschlüsse - 6204 - wurden im Zusammenhang mit Drogendelikten überwacht. An der Spitze lag da mit 1698 Fällen Hessen, gefolgt von Bayern mit 1420.

Zur Aufklärung von Mord und Totschlag wurden 902 Anschlüsse unter die Lupe genommen, 371 in Hessen und 215 in Bayern.

In 334 Fällen ging es um Steuerhinterziehung. Dabei liegt Niedersachsen mit 149 überwachten Anschlüssen an der Spitze.

Telefonüberwachungsstatistik des Bundesamtes für Justiz

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