Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung online, 18.10.2011

800 Kilo bleiverseuchtes Hasenfleisch im Handel

BRÜSSEL (dpa). In Deutschland sind rund 800 Kilogramm bleiverseuchtes Hasenfleisch in den Handel gelangt.

Weitere 300 Kilogramm der Hasenkeulen aus Österreich wurden vom Markt genommen und vernichtet, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte.

Deutschland habe die anderen EU-Länder bereits Mitte September über das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel informiert. Der Grenzwert für Blei in Fleisch war bei der Ware um mehr als das 700-fache überschritten.

Bleiaufnahme über Lebensmittel sei in Deutschland relativ hoch

Erst vor wenigen Wochen hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Schwangeren, Kindern und Frauen mit Kinderwunsch davon abgeraten, Wild zu essen, das mit Bleikugeln geschossen wurde. Die Bleiaufnahme über andere Lebensmittel in Deutschland sei bereits relativ hoch.

Daher hält das Bundesinstitut den regelmäßigen Verzehr von mit Bleimunition erlegtem Wildbret für gesundheitsschädigend. Das Schwermetall könne sich in den Knochen ablagern und langfristig das Nervensystem schädigen.

Jagdgeschosse hinterlassen Splitter im Fleisch

Laut BfR hinterlassen die oft verwendeten bleihaltigen Jagdgeschosse tief im Fleisch Splitter, die für das menschliche Auge kaum erkennbar sind. Auch das großzügige Entfernen des Fleischs um den Schusskanal reiche nicht aus, um eine Belastung zu vermeiden.

Die Deutschen verzehren nach BfR-Angaben im Schnitt täglich zwei Gramm Wildbret pro Kopf - das entspricht ein bis zwei Wildmahlzeiten im Jahr.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »