Ärzte Zeitung online, 02.11.2011

Stammzellforscher beklagt schlechte Förderung

LEIPZIG (dpa). Der Kölner Wissenschaftler Professor Jürgen Hescheler hat die schlechte Situation junger Stammzellforscher in Deutschland beklagt.

"Fehlende Forschungsstellen und auf zwei Jahre begrenzte Förderprogramme schrecken qualifizierte junge Leute von der Stammzellforschung in Deutschland ab", sagte Hescheler am Mittwoch auf dem Weltkongress für regenerative Medizin in Leipzig.

Nach dem gerichtlichen Verbot von Patenten auf die Verwendung embryonaler Stammzellen durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) werbe zudem das Ausland verstärkt um die deutschen Nachwuchsforscher.

Bei dem dreitägigen Kongress diskutieren rund 1000 Forscher, Mediziner und Unternehmer über Forschungsergebnisse und die Zukunft der Wissenschaftsdisziplin.

Workshops und Symposien widmen sich etwa Verfahren, in denen aus Stammzellen Hornhaut gewonnen werden kann oder Zelltherapien, mit denen Prostatakrebs bekämpft werden soll.

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