Ärzte Zeitung, 20.11.2011

Was Juristen und Architekten über Demenz wissen sollten

Uni Witten/Herdecke will diverse Berufsgruppen fit für die Versorgung von Demenzpatienten machen.

KÖLN (iss). Mit einem neuen interdisziplinären Teilzeitstudiengang will die Uni Witten/Herdecke (UW/H) Vertreter verschiedener Berufsgruppen fit machen für die gezielte Versorgung von Menschen mit Demenz.

Das neue berufsbegleitende Angebot läuft über drei Jahre und startet im kommenden Wintersemester. "Eine Marktanalyse hat gezeigt, dass die Berufschancen für die Absolventen des Studiengangs gegenwärtig bereits sehr groß sind und zukünftig noch weiter wachsen werden." Darauf verwies Professor Christel Bienstein vom Department für Pflegewissenschaft der UW/H, das gemeinsam mit den Departments für Human- und Zahnmedizin Lehre und Forschung gestaltet.

Angebot für Interessenten mit abgeschlossener akademischer Ausbildung

Der Masterstudiengang richtet sich an Interessenten aus unterschiedlichen Berufsfeldern, die schon eine abgeschlossene akademische Ausbildung haben und spezielle Kompetenzen für die Versorgung von Demenzpatienten erwerben wollen. Neben Ärzten und Pflegern sind das beispielsweise Sozialarbeiter, Pädagogen, Juristen oder Architekten.

Das Arbeitsfeld Demenz wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, sagt Bienstein. Das werde mit der Entwicklung neuer Berufsfelder im Segment der Gesundheitsfürsorge verbunden sein.

"Dafür werden dringend Fachleute gebraucht. Die möchten wir ausbilden." Für die Teilnahme an dem Masterstudiengang fallen 16 000 Euro an Gebühren an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »