Ärzte Zeitung, 28.11.2011

Diskussion um Neubau von Rhein-Main-Hallen

WIESBADEN (ine). Jeder Internist kennt sie: Die Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden, Ort des jährlichen Fortbildungskongresses der DGIM. Da die Hallen nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Messehaus entsprechen, sollen sie für geschätzte 150 Millionen Euro neu gebaut werden. Die Zeit drängt: Ende 2015 erlischt die Betriebserlaubnis.

Die Koalition von SPD und CDU im Wiesbadener Rathaus hat sich bereits im vergangenen Jahr für einen Neubau ausgesprochen. Eine Sanierung der mehr als 50 Jahre alten Hallen rentiere sich nicht. Problem: Ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle würde zu Einbrüchen im Messegeschäft führen und auch bei einem Umbau bei laufendem Betrieb gingen Kunden verloren.

Eine mögliche Variante ist für die Kommunalpolitiker ein Neubau in der Wilhelmstraße - dort sind heute die Commerzbank und ein Parkhaus untergebracht. Eine laut CDU-Fraktion "modifizierte Verschiebevariante" wäre ein Neubau an der Friedrich-Ebert-Allee, auf dem Gelände der heutigen Hallen.

Widerspruch von den Grünen

Dazu müsste das Gebäude allerdings vergrößert werden - auf Kosten der denkmalgeschützten Parkanlage. Widerspruch kommt von den Grünen: Die Fraktion klagt, dass sie bislang weder Pläne noch Untersuchungen zu Machbarkeit und Kosten des Projektes vorliegen hat.

Die Entscheidung über den Standort liegt allerdings erst einmal auf Eis: Erst soll ein Meinungsbild der Bevölkerung eingeholt werden, Ergebnisse liegen im März 2012 vor.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »