Ärzte Zeitung, 14.12.2011

Wieder mehr Zuzüge nach Deutschland

BERLIN (dpa). Nach zwei Jahren mit Wanderungsverlusten hat Deutschland 2010 wieder mehr Zu- als Fortzüge verzeichnet. 798.282 Menschen zogen im vergangenen Jahr nach Deutschland. Dem standen 670.605 Abwanderungen gegenüber.

Daraus ergibt sich ein Wanderungsplus von 127.677 Menschen, wie aus dem am Mittwoch im Kabinett verabschiedeten Migrationsbericht 2010 hervorgeht. Rund die Hälfte der zugewanderten Menschen seien EU-Bürger, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Die Zahl der Deutschen, die die Bundesrepublik verlassen haben, ist im Vergleich zum Jahr 2009 um neun Prozent auf 141 000 gesunken. "Gleichzeitig stieg die Zahl der zurückkehrenden Deutschen leicht an", heißt es in den Bericht.

Knapp 30.000 Menschen verließen Deutschland

Unterm Strich hat Deutschland damit aber immer noch 28.300 Bundesbürger an das Ausland verloren. Bei den weggezogenen Deutschen handele es sich zum einen um klassische Auswanderer, zum anderen um Techniker, Manager, Kaufleute, Ärzte, Rentner oder Studenten, die vorübergehend ins Ausland ziehen.

Hauptzielland deutscher Staatsangehöriger war im vergangenen Jahr - wie schon in den Vorjahren - die Schweiz mit rund 22 000 Zuwanderern.

An zweiter Stelle standen die USA, in die es fast 13 000 Deutsche zog. Gleichzeitig kehrten rund 10 400 Deutsche aus den USA nach Deutschland zurück.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »