Ärzte Zeitung online, 27.12.2011

Bremen: Komasaufen verliert seinen Reiz

BREMEN (cben). In Bremen ist die Zahl jugendlicher Komasäufer erstmals seit Jahren gesunken. Im Jahr 2010 kamen nach Angaben der DAK in Bremen 196 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes ging die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2009 um fast elf Prozent zurück.

In der Altersgruppe der zehn- bis 15-Jährigen nahm der exzessive Alkoholmissbrauch um 40 Prozent ab. In der Altersgruppe zwischen zehn und 15 Jahren landeten 21 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. 2009 gab es noch 34 Behandlungen.

2010 war die Zahl der betroffenen Mädchen und Jungen fast identisch. In der Altersgruppe der 15- bis 20-Jährigen gab es einen Rückgang um fünf Prozent auf 175 Fälle.

Im Vergleich zum Jahr 2000 stieg in Bremen die Zahl der jugendlichen Komasäufer um 285 Prozent. "Wir hoffen, dass aus der positiven Entwicklung des vergangenen Jahres ein langfristiger Trend wird", sagt Regina Schulz, DAK-Landeschefin in Bremen.

Derzeit lädt die Kassen rund 70 Schulen zu der Aktion "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" ein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Ein Erklärbuch für Kinder

Dagmar Eiken-Lüchau hat eine Tochter mit Autismus-Störung. Um anderen Kindern das Thema zu erklären, hat die Mutter ein Buch geschrieben. mehr »