Ärzte Zeitung, 04.04.2012

Caritas rechnet mit mehr syrischen Flüchtlingen

FREIBURG (dpa). Das Hilfswerk der deutschen Caritas erwartet eine wachsende Zahl von Flüchtlingen aus Syrien.

"Der UN-Friedensplan hat die Lage bislang nicht entspannt, der Flüchtlingsstrom in die syrischen Nachbarländer hält unvermindert an", sagte Referatsleiter Christoph Klitsch-Ott von Caritas international in Freiburg am Mittwoch laut einer Mitteilung.

Die Hilfsorganisation wolle deshalb in den nächsten drei Monaten in Jordanien 10.000 syrische Flüchtlinge mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Lebensmitteln, Decken, Matratzen und Hygieneartikeln versorgen. Das Auswärtige Amt unterstütze diese Hilfseinsätze der Caritas mit 280.000 Euro.

Caritas international warnte zugleich vor einer humanitären Katastrophe und mahnte weitere Unterstützung für die syrischen Nachbarländer an. Die Suche nach politischen Lösungen müsse mit der Ausweitung der humanitären Hilfe Hand in Hand gehen.

Der Libanon und Jordanien seien ohne Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mittelfristig mit der Aufnahme weiterer Flüchtlinge überfordert. In beiden Ländern lebten noch immer zehntausende Flüchtlinge, die vor der Gewalt im Irak geflohen waren.

Caritas versorgt nach eigenen Angaben schon 15.000 Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon mit Hilfsgütern. Die seit einem Jahr andauernden Kämpfe hätten bislang 230.000 Menschen vertrieben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »