Ärzte Zeitung, 04.04.2012

"Findelbaby" protestiert gegen Regierungspläne

Anonymität ist das A und O bei Babyklappen: Das Projekt "Findelbaby" befürchtet durch die Pläne der Regierung mehr Geburten auf Bahnhofsklos.

BERLIN (af). Die Pläne des Familienministeriums, anonyme Geburten zu verbieten und die Betreiber von Babyklappen scharfen Kontrollen zu unterwerfen, stoßen auf Widerspruch.

Ein Verbot der anonymen Geburt führe dazu, dass sich wieder mehr Frauen auf "Gebärabenteuer auf dem Bahnhofsklo" einließen, sagte Leila Moysich, Leiterin des Hamburger Projekts "Findelbaby", das seit 2001 knapp die Hälfte aller anonymen Geburten begleitet hat.

Anonymität zuzusichern sei der Schlüssel, Vertrauen zu gewinnen.

In dem Hamburger Projekt hätten nach der Geburt bereits 337 Mütter (von insgesamt 360) die Anonymität wieder aufgegeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »