Ärzte Zeitung, 25.04.2012

Kommentar zur Konjunktur

Die Sinnlichkeit voller Sozialkassen

Von Florian Staeck

Deutschland geht es wirtschaftlich gut - und das wird auch 2013 so bleiben. Das meinen übereinstimmend die führenden Wirtschaftsinstitute und die Bundesregierung.

Die am Mittwoch vorgestellte Regierungsprognose ist ein Mutmacher auch für die Sozialkassen. 0,7 Prozent soll die Wirtschaft 2012 wachsen, 1,6 Prozent sind für 2013 prognostiziert.

Parallel dazu entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt erfreulich. Knapp 29 Millionen Menschen gehen aktuell einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Im Jahr 2009 waren es noch 1,5 Millionen Beschäftigte weniger.

2013 sollen nach Prognose der Institute nochmals 350.000 Beschäftigte hinzukommen. Das spült mehr Geld in den Gesundheitsfonds. Nach einer Faustformel des Bundesgesundheitsministeriums zahlen 100.000 zusätzliche GKV-Mitglieder Beiträge in Höhe von rund 320 Millionen Euro.

Insgesamt gehen die Wissenschaftler für die Sozialkassen von einem Beitragsplus von 2,7 Prozent aus - sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr. So viel Geld weckt Begehrlichkeiten.

Je näher die Bundestagswahl rückt, desto stärker werden die Parteien erneut vor allem die GKV als Verschiebebahnhof zur Wählerbeglückung entdecken.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Mehr Geld für Arbeitnehmer, weniger Arbeitslose

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »