Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 21.05.2012

Stiftung für Radaropfer gegründet

BERLIN (dpa). Für Soldaten von Bundeswehr oder DDR-Volksarmee, die bei der Arbeit an Radargeräten verstrahlt wurden, gibt es künftig eine eigene Stiftung. Dazu gehört insbesondere ein Hilfsfonds für Härtefälle, der nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Montag mit einem Etat von sieben Millionen Euro ausgestattet wird. Angestrebt wird auch, dass sich die Hersteller von Radargeräten finanziell beteiligen.

Offiziell gegründet wird die "Härtefall-Stiftung" an diesem Dienstag in Berlin. Die meisten Radaropfer aus Bundeswehr oder Nationaler Volksarmee (NVA) wurden in den 1960er und 1970er Jahren verstrahlt.

Nach Angaben des Bundeswehrverbands sind viele schwer an Krebs erkrankt, einige auch schon gestorben. Insgesamt haben nach diesen Angaben bereits etwa 3800 Soldaten oder Zivilbeschäftigte sowie deren Angehörige einen Antrag auf Entschädigung gestellt.

Angesiedelt wird die Stiftung beim Soldatenhilfswerk. Sie soll auch Soldaten unterstützen, die nach einem Auslands-Einsatz unter sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen leiden.

Dem Stiftungsrat werden nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios unter anderem der frühere Chef des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, und der ehemalige Generalinspekteur Hans-Peter von Kirchbach angehören.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (74645)
Krankheiten
Krebs (5081)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »