Ärzte Zeitung online, 06.07.2012

Rentenkassen: Saarland will Überschüsse retten

BERLIN (dpa). Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat den Vorstoß ihres Landes bekräftigt, Überschüsse der Rentenkassen vorsorglich einzubehalten.

"Wir wollen, dass dieses Geld den Beitragszahlern zurückgegeben wird", sagte Kramp-Karrenbauer am Freitag im ARD-Morgenmagazin.

Kramp-Karrenbauer: "Die Frage, um die wir zurzeit ringen, ist, tun wir das jetzt kurzfristig, mit der Gefahr, dass wir auf mittlere Sicht den Rentenbeitrag wieder heben müssen, oder sagen wir, wir nutzen das Geld, um den Beitrag zu verstetigen?"

Nach Angaben der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände wird es Ende 2012 rund 28 Milliarden Euro an Reserven geben. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt forderte daher eine Senkung des Rentenbeitrags von derzeit 19,6 Prozent auf 19,0 Prozent.

Das Saarland wiederum möchte mit einer Gesetzesinitiative im Bundesrat erreichen, dass die Rücklagen in den Rentenkassen bleiben.

Gesetzlich ist ab einer bestimmten Überschusshöhe eine Senkung der Beiträge vorgesehen. Innerhalb der CDU stößt der Saar-Vorschlag auf Kritik.

Kramp-Karrenbauer kündigte verschärfte Diskussionen nach der Sommerpause an: "Wir werden uns im Herbst über diese Gesamtthematik auseinanderzusetzen haben."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »