Ärzte Zeitung, 18.09.2012

BVL

Warnung vor gepanschtem Alkohol

BERLIN (dpa). Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor dem Konsum von gepanschten Spirituosen aus Tschechien. Diese Produkte könnten methanolhaltigen Alkohol enthalten.

Wer dies trinke, könne erblinden. Größere Mengen könnten tödlich sein, teilte das Amt in Berlin mit. In Tschechien sind nach Angaben aus Prag mindestens 20 Menschen gestorben, weil sie mit giftigem Methanol vermischten Wodka oder Rum getrunken haben.

Ärzte behandeln derzeit mehr als 30 Patienten. Seit Freitag gilt in dem Land ein landesweites Schnapsverbot. Es könnte Wochen dauern, bis der Verkauf wieder anläuft.

Das Bundesamt rät: "Verbraucher, die nach dem Konsum von aus der Tschechischen Republik stammenden Spirituosen auffällige Symptome feststellen, sollten umgehend einen Arzt kontaktieren und diesen auf den Konsum der Spirituosen hinweisen."

Polen und Litauen haben die Einfuhr von Spirituosen aus Tschechien gestoppt. Das Bundesland Sachsen hat seine Bürger vor dem hochgefährlichen Alkohol aus Tschechien gewarnt.

Der illegale Verkauf des giftigen, mit Methanol gepanschten Alkohols könne auch in Sachsen nicht ausgeschlossen werden, hatte das Ministerium bereits am Freitag betont. Es warnte weiterhin davor, Alkohol ohne Etikett und Herkunftsnachweis zu trinken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »