Ärzte Zeitung, 11.10.2012

DGKH

Legionellen-Schutz nicht aufweichen!

NEU-ISENBURG (reh). Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) kritisiert die geplante Änderung der Trinkwasserverordnung.

Um Wohnungsbaugesellschaften und Vermietern 255 Euro pro Jahr und Objekt zu ersparen, wolle das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die im November 2011 gesetzlich festgeschriebene Untersuchungspflicht von Trinkwasserinstallationssystemen in Mietobjekten auf Legionellen wieder aufweichen, so die DGKH.

Statt jährlich soll die Untersuchung dann nur noch alle drei Jahre vorgenommen werden. Immerhin würden jedes Jahr bis zu 3000 Deutsche an den Folgen der Legionellose sterben.

Jährlich würden zudem bis zu 30.000 Menschen in Deutschland an einer Lungenentzündung durch Legionellen erkranken.

Angesichts dieser Tatsachen wertet die DGKH das Vorhaben als "gefährliche Fehlentscheidung". Schon am 12. Oktober soll der Bundestag die Änderung durchwinken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »