Ärzte Zeitung, 20.12.2012

Leitartikel zum Jahr 2012

Viel gearbeitet, falsche Prioritäten

Demografischer Wandel und medizinischer Fortschritt: Was wird aus den großen gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft? Die Koalition hat sich vieler Probleme angenommen, doch das Wesentliche ist auf der Strecke geblieben.

Von Wolfgang van Den Bergh

Viel gearbeitet, aber die Prioritäten nicht optimal gesetzt

© Alex Slobodkin/istockphoto.com

"Abgerechnet wird zum Schluss." Das werden die sagen, die darauf hoffen, die Früchte ihrer erfolgreichen Gesundheitspolitik am Ende dieser Legislaturperiode ernten zu können.

Sie sollten wissen, dass mit dem letzten Silvester-Böller 2012 der Startschuss für den Wahlkampf fällt.

Nüchtern betrachtet, fällt die gesundheitspolitische Bilanz Ende 2012 eher bescheiden aus. Und das ist umso bedauerlicher, weil die Koalition in diesem Jahr die einmalige Chance verpasst hat, angesichts prall gefüllter Kassen Gesundheitspolitik zu gestalten.

Weder Not- noch Kostendämpfungsprogramme waren nötig, um die Krankenkassen vor größeren Schäden zu bewahren. Also ein idealer Zeitpunkt, um durch gezielte Investitionen Versorgungsinnovationen zu fördern oder den Wettbewerb der Akteure, wie er etwa von den Sachverständigen in ihren Gutachten angemahnt wurde, stärker auszubauen.

Das Gegenteil war der Fall ...

Jetzt weiterlesen in der ÄrzteZeitung-App ...e.Med 30 Tage kostenlos testen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »