Ärzte Zeitung, 01.02.2013

Hebammen

Bundestag sieht Regelungsbedarf bei Policen

BERLIN. Der Petitionsausschuss des Bundestags hat den geringen Wettbewerb in der Versicherungsbranche bei Haftpflichtversicherungen für Hebammen gerügt.

In einer Beschlussempfehlung des Ausschusses heißt es, die Beiträge für die Haftpflichtversicherung seien seit Mitte 2012 erneut gestiegen.

In der Geburtshilfe tätige Hebammen müssten bis zu 5600 Euro jährlich zahlen. Derzeit böten nur drei Versicherer entsprechende Policen an, monierte der Ausschuss.

Der Deutsche Hebammenverband hatte in einer Petition auf die Verzehnfachung der Haftpflichtversicherungsprämie zwischen 1992 und 2009 hingewiesen. Dadurch sei der Anteil der Hebammen, die auch Geburtshilfe anbieten, auf 23 Prozent gesunken, hieß es.

Ursache der Kostenentwicklung sind nach Auskunft der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht mehr schwere Geburtsschäden, sondern höhere Leistungen je Versicherungsfall. Überhöhte Beträge der Versicherer vermochte die BaFin nicht zu erkennen.

Die Grünen begrüßten das Votum des Ausschusses. Die Regierung müsse sich für versicherungsrechtliche Rahmenbedingungen einsetzen, die freiberuflich tätigen Hebammen die Geburtshilfe weiter ermöglichen.

Nur dann hätten Schwangere die Wahl zwischen Geburten zu Hause, im Geburts- oder im Krankenhaus. Angesichts der gegenwärtigen Gespräche im Schiedsstellenverfahren komme die Empfehlung des Bundestagsausschusses zur rechten Zeit. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »