Ärzte Zeitung, 28.02.2013

NRW-Initiative

Pille soll für Sozialschwache kostenlos

KÖLN. Frauen mit geringem Einkommen sollen künftig kostenlos die Pille oder andere Verhütungsmittel erhalten.

Auf Initiative der nordrhein-westfälischen Familienministerin Ute Schäfer (SPD) haben ihre Kollegen aus den Ländern mit Ausnahme Bayerns einen entsprechenden Appell an die Bundesregierung gerichtet.

Die Regierung soll prüfen, wie die Kostenfreiheit für ärztlich verordnete Verhütungsmittel für einkommensschwache Frauen sichergestellt werden kann. "Familienplanung darf nicht am Einkommen scheitern", sagt Schäfer.

Nach Vorstellung der Minister soll Empfängnisverhütung künftig für Bezieherinnen von Hartz IV, Sozialhilfe, BaföG oder Wohngeld sowie Asylbewerberinnen kostenfrei sein. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »