Ärzte Zeitung, 06.05.2013

FDP-Parteitag

Die Liberalen binden sich an die Union

NÜRNBERG. Überschattet von schlechten Umfrageergebnissen hat sich die FDP am Wochenende auf ihrem Bundesparteitag auf die Fortsetzung der Koalition mit der Union nach der Bundestagswahl im Herbst festgelegt. Derzeit liegt die FDP bei vier Prozent und wäre somit nicht mehr im Bundestag vertreten.

Der Parteitag war bestimmt von einer kontroversen Debatte um den Mindestlohn. Mit 57,4 Prozent setzte sich Parteichef Philipp Rösler mit seinem Konzept regional differenzierter Mindestlöhne durch. Er will damit seiner Partei ein soziales Profil geben.

Unstrittig war das gesundheitspolitische Programm: Darin wird ein Bekenntnis zur freien Arztwahl, zur Therapiefreiheit, zur freien Wahl der Krankenversicherung und des Krankenhauses abgelegt.

Dazu gehörten eine starke PKV, die Abschaffung der Budgetmedizin und die Einführung der Kostenerstattung. Zumindest müsse jeder Patient eine Rechnung erhalten. Die Freiberuflichkeit sieht die FDP als "Garant für ein leistungsfähiges Gesundheitswesen".

Eine moderne Gesundheitsversorgung erfordere Kooperation und Aufgabenverteilung, die klar geregelt sein müsse. Ärztliche und nichtärztliche Berufe müssten attraktiver werden. (dpa/HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »