Ärzte Zeitung, 30.06.2015

Marburg

Arzt ist neuer Oberbürgermeister

MARBURG. Der Arzt und Landtagsabgeordnete Thomas Spies (SPD) ist der künftige Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg.

Mit 60 Prozent der Stimmen behauptete er sich in der Stichwahl am Sonntag gegen den Christdemokraten Dirk Bamberger, der 40 Prozent der Stimmen erhielt.

Nach der Wahl kündigte der 53-Jährige an, "Oberbürgermeister für alle Marburger" sein zu wollen. Im Wahlkampf hatte er für einen Kontinuitätskurs in der Nachfolge des beliebten Amtsinhabers Egon Vaupel (SPD) geworben, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Amt scheidet.

"Die Leistung Egon Vaupels fortzusetzen, ist eine Herausforderung", sagte er nun.

Spies, der bislang gesundheitspolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag ist, kündigte ein Investitionsprogramm für die Grundschulen an. Zudem setzt der Arzt einen Schwerpunkt bei gesundheitspolitischen Themen.

So möchte er Projekte ins Leben rufen, um gegen den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit anzugehen. Im Wahlkampf hatte Spies eine Debatte um den Rückkauf des privatisierten Universitätsklinikums angestoßen. Um sich ein starkes Mitspracherecht zu sichern, brachte er einen Einstieg der mittelhessischen Städte und Kommunen in die Diskussion.

Bislang arbeitet Spies ein- bis zweimal im Monat als Notarzt beim Rettungsdienst - meist in der Wetterau. Das wird er als Oberbürgermeister aufgeben.

Vier Monate nach seiner Amtseinführung im Dezember sind Kommunalwahlen. Da bleibt wenig Zeit, neue Impulse und Schwerpunkte zu setzen. Marburg wird von einer rot-grünen Koalition regiert. (coo)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »