Ärzte Zeitung online, 13.11.2015

Drogenbeauftragte

Sucht nach Internet ist Krankheit

BERLIN. Internetsucht soll nach dem Willen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung in Zukunft als Krankheit anerkannt werden. "Die Forderung nach einer einheitlichen Diagnostik ist berechtigt", sagte Marlene Mortler.

Um seriöse Daten und Fakten zu dieser Abhängigkeit zu bekommen, müsse die Forschung zusätzlich unterstützt werden. Rund eine Million Menschen sind in Deutschland nach Expertenschätzungen süchtig nach dem Internet.

"Es gibt hier absoluten Handlungsbedarf", sagte die CSU-Politikerin. Eine völlige Abstinenz sei im Gegensatz zu anderen Suchtformen kaum möglich. Ohne Computer könne man kaum mehr auskommen.

Besonders bei Kindern und Jugendlichen sei es "wichtig, rechtzeitig und zielgerichtet Aufklärung zu betreiben." (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »