Ärzte Zeitung, 18.06.2008

AOK beseitigt Innovationshürde

Vereinbarung von AOK und Novartis regelt Therapie gegen Makuladegeneration

BERLIN (fst/HL). Augenärzte haben bald Rechtssicherheit bei der Behandlung ihrer AOK-Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD).

Der AOK-Bundesverband und der Arzneimittelhersteller Novartis haben in einem Rahmenvertrag die Kostenübernahme für die Behandlung von AMD-Patienten mit Lucentis® (Ranibizumab) geregelt. Dabei sei eine Budget-Obergrenze vereinbart worden, sagte Udo Barske, Sprecher des AOK-Bundesverbands. Bislang haben sich sieben von 15 AOK-Landesverbänden der Vereinbarung angeschlossen, weitere würden folgen, so Barske.

Übergangsweise müssen die behandelnden Ärzte dem AOK-Patienten eine Pauschale in Rechnung stellen, die dieser dann von der Kasse erstattet bekommt. Grund dafür ist die bislang fehlende EBM-Leistungsposition für die intravitreale Injektion. Mittelfristig werde bei Vorliegen einer EBM-Ziffer die Behandlung mit Lucentis® zu einer normalen Sachleistung, so Barske. Damit haben Ärzte eine rechtssichere Therapiealternative zum oft praktizierten, aber umstrittenen Off-label-use des Krebsmedikaments Bevacizumab (Avastin®).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »