Ärzte Zeitung, 07.11.2008

"Koalition hat Arbeit der Ärzte erleichtert"

"Koalition hat Arbeit der Ärzte erleichtert"

Jens Spahn (CDU)

Nach Ansicht des CDU-Politikers Jens Spahn sind politische Vorgaben für die GKV-Arzneimittelversorgung der Bevölkerung auch künftig unerlässlich. In einem Gesundheitssystem, in dem "ein Dritter", also die GKV, die Rechnung bezahle, seien Regeln notwendig, begründete Spahn. Ob jedoch die bisherigen Regularien wie die Budgets "ideale Instrumente" gewesen seien, darüber könne man streiten, räumte er ein.

Die große Koalition habe auf diesem Feld aber bereits Erleichterungen beschlossen, etwa über das Instrument der Praxisbesonderheiten in der Behandlung von Patienten mit Aids oder Krebs, so Spahn. Die Richtgrößenprüfungen seien durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz von 2007 erheblich entschärft worden.

Als weitere gesetzliche Änderung schlug er vor, Regresse von vornherein auszuschließen, wenn der Arzt leit- und richtliniengerecht verordnet. Noch gebe es für diesen Plan aber keine parlamentarische Mehrheit, sagte er.

Insgesamt zog Spahn ein positives Fazit der Arbeit der großen Koalition: So erhielten die Ärzte im kommenden Jahr zehn Prozent mehr Honorar. Zudem werde das Vertragsarztrechtänderungsgesetz mehr bewirken, als viele Reformen zuvor.

Lesen Sie dazu auch:
Wie viele Fesseln erträgt die ärztliche Therapiefreiheit?
Ärzte fürchten um Qualität der Versorgung in der GKV
Innovationen und IGeL verbessern die Versorgung von Kassenpatienten
"Krankheiten mit und ohne Lobby"
"Nur 50 Euro für Problempatienten"
"GKV muss sinnvolle Therapien bezahlen"
"Druck macht Ärzten das Leben sauer"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »