Ärzte Zeitung, 30.03.2009

ADHS-Präparate für 407 000 GKV-Versicherte

BERLIN (eb). In Deutschland wurden im vergangenen Jahr etwa 407 000 Versicherte der gesetzlichen Kassen mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln wegen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) behandelt. Das sind sieben Prozent mehr als im Jahr 2006.

Dies hat das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) mitgeteilt, das anonymisierte Rezepte der GKV ausgewertet hat. Über Versicherte der PKV liegen dem DAPI keine Daten vor. Den Angaben zufolge wurden fast die Hälfte der Verordnungen von Kinderärzten vorgenommen, 27 Prozent von Neurologen.

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ADHS (539)
[31.03.2009, 00:16:31]
Dr. Kurt Moosburger  kurt.moosburger@tele2.at
ADHD zu wenig Beachtung geschenkt
ADHD ist nicht nur unter Kindern und Jugendlichen, sondern auch unter ERwachsenen weiter verbreitet als wir annehmen. Leider wird das Krankheitsbild zu wenig erkannt und deshalb weniger Aufmerksamkeit beigemessen. Dabei könnte man mit der Erkennung der Störung und entprechender Stimulantientherapie Katastrophen vermeiden. Leider hat weder die Öffentlichkeit noch manche Ärzte ein richtiges Verständnis für dieses Krankheitsbild. Das "Zappelphillipsyndrom" wird noch immer wie im Struwwelpeter als "Unart" angesehen.
Dr. Kurt Moosburger, Salzburg zum Beitrag »

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