Ärzte Zeitung, 28.05.2009

Plenum entscheidet über "Heroin auf Krankenschein"

BERLIN (ble). Der Bundestag entscheidet heute über eine Aufnahme der Diamorphinbehandlung für Schwerstabhängige in die GKVRegelvesorgung.

Damit erreicht ein jahrelanger Streit zwischen einem großen Teil der Unions-Bundestagsfraktion auf der einen und ihrem Koalitionspartner SPD, den CDU-geführten Bundesländern und der Bundestagsopposition auf der anderen Seite seinen Höhepunkt.

Grundlage ist eine Initiative von SPD-Parlamentariern, dem sich Politiker aller Oppositionsparteien angeschlossen haben. Er sieht vor, dass Abhängige unter strengen Voraussetzungen und ärtzlicher Beobachtung den synthetischen Heroinersatzstoff Diamorphin erhalten können: So müssen sie älter als 23 Jahre sein, seit mindestens fünf Jahren abhängig und bereits zwei erfolglose Entzugstherapien hinter sich haben. Nach Ansicht der rund 250 Unterstützer ist dies für diese Abhängigen der einzige Weg zurück in ein geregeltes Leben.

Die Union im Bundestag geht mit einem konkurrierenden Antrag in die Auseinandersetzung: Darin plädiert sie für die Verlängerung eines seit Jahren laufenden Modellprojekts in deutschen Großstädten, darunter Bonn, Frankfurt, Köln und München. Etwa 120 Unions-Abgeordnete unterstützen den Antrag.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »