Ärzte Zeitung online, 17.06.2009

Verband fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf Arzneimittel

DÜSSELDORF(dpa). Der Bundesverband der Pharmaindustrie hat erneut eine deutliche Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel gefordert. Rund 3,5 Milliarden Euro würden so als Entlastung bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und den Versicherten ankommen.

Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Bernd Wegener, anlässlich der BPI-Hauptversammlung am Dienstag in Düsseldorf.

Die Unternehmen würden sich im Gegenzug dazu bereit erklären, durch ein Moratorium vorübergehend auf Preiserhöhungen zu verzichten.

Die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Medikamente wäre eine einfache Lösung, Geld für die GKV einzusparen. In fast allen europäischen Ländern gebe es bereits einen abgesenkten Mehrwertsteuersatz für Arzneimittel. Der BPI vertritt rund 260 Unternehmen mit rund 72 000 Beschäftigten.

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