Ärzte Zeitung online, 23.12.2009

AOK-Rabattverträge: Zuschläge für weitere 69 Wirkstoffe erteilt

STUTTGART (maw). Mehr als drei Monate vor dem geplanten Start der AOK-Rabattverträge für die Jahre 2010 bis 2012 hat die AOK nach eigenen Angaben nun für fast alle der insgesamt 87 ausgeschriebenen Wirkstoffe Verträge abgeschlossen. Kurz vor Weihnachten konnten weitere 344 Einzelverträge für 69 Wirkstoffe in den fünf Gebietslosen geschlossen werden. Damit startet die für 1. April 2010 geplante Rabattrunde pünktlich mit mindestens 76 Substanzen - bereits vor einer Woche wurden Verträge für sieben Wirkstoffe unter Dach und Fach gebracht (wir berichteten).

AOK-Rabattverträge: Zuschläge für weitere 69 Wirkstoffe erteilt

AOK-Rabattverträge: Es gab jetzt Zuschläge für weitere 69 Wirkstoffe.

Foto: © Klaro / Montage: sth

Nach AOK-Angaben hatten sich insgesamt 90 Bieter- und Bietergemeinschaften an der europaweiten Ausschreibung beteiligt.

Nach Ansicht von Dr. Christopher Hermann, Chefunterhändler der bundesweiten AOK-Rabattverträge und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, seien die Rabattverträge inzwischen im Gesundheitssystem etabliert. Hermann: "In allen Rabattrunden der letzten Jahre mussten wir uns stets in einer wahren Schlacht von juristischen Auseinandersetzungen behaupten, die den Start der Verträge immer unnötig verzögert hat. Diese Verfahrensflut blieb uns dieses Mal erspart. Das ist ein klares Zeichen, dass sich die Rabattverträge etabliert haben."

Für drei Wirkstoffe können laut AOK derzeit auf Grund von Nachprüfungsverfahren noch keine Zuschläge erteilt werden. Für sieben Wirkstoffe erhielt die Kasse nach eigenem Bekunden keine zuschlagsfähigen Angebote, sie blieben daher in der neuen Rabattrunde vorerst unberücksichtigt.

Die AOK peilt mit den Rabattverträgen jährliche Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »